Immer mehr Menschen stellen ihre Frage nicht in ein Suchfeld, sondern an einen Assistenten: „Wer macht in Karlsruhe kurzfristig eine Heizungswartung?“ Die Antwort ist dann kein Ergebnis mit zehn Links, sondern ein Absatz mit zwei, drei Namen. Wer dort genannt wird, bekommt die Anfrage.
Die Arbeit dafür ist dieselbe, die auch bei Google wirkt. Sie ist nur an ein paar Stellen genauer.
Grob gibt es drei Wege:
Ein Assistent gibt wieder, was er lesen kann. Firmenname, Adresse, Telefonnummer, Einzugsgebiet, Leistungen und Öffnungszeiten gehören als Text auf die Seite. Ein Bild oder eine PDF-Datei kann ein Assistent schlechter auswerten als eine Zeile Text.
Strukturierte Daten sind ein maschinenlesbarer Block im Quelltext, der dieselben Angaben noch einmal eindeutig benennt. Das Format heißt JSON-LD, das Vokabular schema.org. Für einen lokalen Betrieb ist der Typ LocalBusiness der richtige.
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "LocalBusiness",
"name": "Muster Haustechnik",
"telephone": "+49 721 1234567",
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Musterstraße 1",
"postalCode": "76135",
"addressLocality": "Karlsruhe",
"addressCountry": "DE"
},
"areaServed": ["Karlsruhe", "Ettlingen", "Bruchsal"],
"openingHours": "Mo-Fr 08:00-17:00",
"url": "https://beispiel.de"
}
Prüfen lässt sich das mit dem Schema-Markup-Validator. Ergänzend lohnen sich FAQPage für häufige Fragen und Article für Ratgeberbeiträge.
Assistenten geben gern Passagen wieder, die eine Frage direkt beantworten. Ein Abschnitt mit häufigen Fragen auf Ihrer Seite liefert genau solche Passagen. Formulieren Sie die Frage so, wie ein Kunde sie stellt, und antworten Sie im ersten Satz vollständig.
Firmenname, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website, Impressum, Google-Profil und in Verzeichnissen zeichengenau übereinstimmen. Weichen sie ab, entstehen widersprüchliche Angaben, und ein Assistent gibt möglicherweise die alte Nummer weiter.
KI-Anbieter nutzen eigene Crawler. Wer genannt werden möchte, lässt sie zu. In der Datei robots.txt im Wurzelverzeichnis sieht das so aus:
User-agent: GPTBot Allow: / User-agent: ClaudeBot Allow: / User-agent: PerplexityBot Allow: / User-agent: OAI-SearchBot Allow: / User-agent: ChatGPT-User Allow: / User-agent: Claude-User Allow: / User-agent: Perplexity-User Allow: / User-agent: Google-Extended Allow: /
Das ist eine bewusste Entscheidung: Sie geben Ihre öffentlichen Inhalte zum Lesen frei und erhalten dafür die Chance, empfohlen zu werden.
Die Datei llms.txt liegt wie die robots.txt im Wurzelverzeichnis und fasst in einfachem Text zusammen, worum es auf der Seite geht: Betrieb, Leistungen, Gebiet, Kontakt, wichtige Unterseiten. Der Standard ist jung und noch nicht überall etabliert. Er kostet zwanzig Minuten und schadet nicht.
Fragen Sie die Assistenten selbst. Öffnen Sie ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity und stellen Sie drei Fragen:
Notieren Sie, was stimmt, was fehlt und was falsch ist. Alte Telefonnummern und alte Adressen sind der häufigste Befund. Beides lässt sich über die Punkte oben beheben. Wiederholen Sie die Prüfung alle drei Monate.
Sichtbarkeit in KI-Assistenten ist heute ein kleiner Teil der Anfragen und wächst. Der Aufwand dafür ist überschaubar, und er zahlt gleichzeitig auf die klassische Suche ein: saubere Angaben, strukturierte Daten und beantwortete Fragen wirken in beide Richtungen. Deshalb lohnt es sich, das jetzt einzurichten statt später.
Ein Gespräch beantwortet meist mehr als sechs Texte. Danach ein kostenloser Prototyp, und erst dann eine Entscheidung.
Danke. Das Licht ist an. Wir melden uns werktags innerhalb von 24 Stunden.