Wer „Elektriker in der Nähe“ sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Einträgen. Diese Einträge stammen aus dem Google-Unternehmensprofil. Für einen lokalen Betrieb ist das der sichtbarste kostenlose Platz im Internet. Er kostet Sorgfalt und etwa zwei Stunden Ihrer Zeit.
Rufen Sie business.google.com auf und melden Sie sich mit einem Google-Konto an. Nutzen Sie dafür ein Konto, das dem Betrieb gehört, nicht das private Konto eines Mitarbeiters.
Sehr oft existiert bereits ein Eintrag, den Google aus öffentlichen Quellen erzeugt hat. Suchen Sie zuerst nach Ihrem Firmennamen. Findet Google einen Treffer, übernehmen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen. Zwei Einträge zur selben Adresse teilen die Bewertungen und die Sichtbarkeit auf.
Google prüft, ob der Betrieb wirklich existiert. Je nach Branche und Region geschieht das per Video, per Telefon, per E-Mail oder per Postkarte an die Betriebsadresse. Am häufigsten ist inzwischen das Video, die Postkarte dauert meist fünf bis vierzehn Tage.
Halten Sie den Firmennamen bereit, wie er auch auf Rechnung und Impressum steht. Weichen die Angaben voneinander ab, verzögert das die Prüfung.
Die Hauptkategorie steuert, bei welchen Suchen Sie überhaupt erscheinen. Wählen Sie die genaueste Beschreibung Ihrer Haupttätigkeit, also „Sanitärinstallateur“ statt „Handwerker“. Bis zu neun Nebenkategorien ergänzen weitere Leistungen.
Diese drei Angaben sollten überall identisch sein: im Profil, im Impressum, auf der Website, in Branchenverzeichnissen. Google gleicht sie ab. Einheitliche Angaben stärken das Vertrauen in den Eintrag. Schreiben Sie den Namen so, wie er am Gebäude steht, ohne Zusätze wie Ort oder Leistung.
Tragen Sie reguläre Zeiten ein und pflegen Sie Sonderzeiten für Feiertage und Betriebsurlaub. Google fragt aktiv danach und weist Besucher darauf hin, wenn die Angabe alt ist. Wer einen Notdienst anbietet, hinterlegt ihn als eigene Leistung.
Legen Sie Ihre Leistungen einzeln an, jede mit ein bis zwei Sätzen. Die Betriebsbeschreibung hat 750 Zeichen. Nutzen Sie sie für das, was Kunden wissen wollen: was Sie machen, für wen, in welchem Gebiet, seit wann.
Echte Fotos wirken stärker als Katalogbilder. Sinnvoll sind: Außenansicht mit Firmenschild, Innenansicht, Team, Fahrzeug, drei bis fünf abgeschlossene Arbeiten. Laden Sie danach etwa monatlich ein weiteres Bild hoch. Ein Profil mit frischen Fotos wirkt lebendig.
Betriebe, die zum Kunden fahren, hinterlegen ein Einzugsgebiet statt einer Ladenadresse. Nennen Sie die Orte, in denen Sie tatsächlich arbeiten.
Bewertungen sind der Teil, den Sie nicht allein füllen können. Was hilft:
Bewertungen dürfen nur von echten Kunden stammen. Gekaufte oder selbst verfasste Bewertungen verstoßen gegen die Google-Richtlinien und gegen das Wettbewerbsrecht. Sie können abgemahnt werden.
Ein gepflegtes Profil schlägt ein einmal ausgefülltes. Nehmen Sie sich einmal im Monat zwanzig Minuten:
Im Profil zeigt Google unter „Leistung“, über welche Suchbegriffe Menschen Sie gefunden haben, wie oft die Route abgerufen und wie oft die Telefonnummer angetippt wurde. Diese Zahlen sagen Ihnen mehr über Ihre lokale Sichtbarkeit als jede Platzierung in einer Ergebnisliste.
Ein Gespräch beantwortet meist mehr als sechs Texte. Danach ein kostenloser Prototyp, und erst dann eine Entscheidung.
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