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Ratgeber · 26.10.2026

Website für Fliesenleger: was Kunden vor dem Anruf sehen wollen

Wer ein Bad neu fliesen lassen will, ruft selten den ersten Betrieb an, den Google zeigt. Er sieht sich zwei, drei Seiten an und vergleicht, welche Bäder dort zu sehen sind und ob der Betrieb in seinen Ort fährt.

Viele Fliesenbetriebe in der Region haben dafür keine eigene Seite, nur Einträge in Verzeichnissen. Dieser Ratgeber zeigt, was auf eine Fliesenleger-Website gehört und was Sie weglassen können.

Das Wichtigste vorweg

Was auf die Seite gehört

Arbeiten. Zeigen Sie fertige Bäder, Böden und Terrassen, am besten eigene Fotos bei Tageslicht. Unter jedes Bild gehört ein Satz: welches Format, welcher Raum, welche Besonderheit.

Leistungen. Bäder, Böden, Terrassen, Reparaturen: je ein kurzer Absatz, was Sie machen und was nicht. Erledigen Sie Sanitär und Elektro nicht selbst, sagen Sie, wie Sie mit diesen Gewerken zusammenarbeiten.

Ablauf. Aufmaß, Angebot, Verlegen, Abnahme. Sagen Sie, wie lange das Aufmaß dauert und wann das Angebot kommt. Diese beiden Angaben nehmen vielen Kunden die Unsicherheit vor dem ersten Anruf.

Einsatzgebiet. Nennen Sie die Orte, in die Sie fahren, und wo Anfahrtskosten anfallen. Kunden aus einem Nachbarort finden Sie leichter, wenn ihr Ort auf Ihrer Seite steht.

Meisterbetrieb. Ist Ihr Betrieb in der Handwerksrolle eingetragen oder führen Sie einen Meistertitel, gehört das sichtbar auf die Seite, mit Namen und Jahr.

Kontakt. Eine Telefonnummer zum Antippen und ein kurzes Formular: Name, Telefon, worum es geht, wo die Fläche liegt. Mehr Felder braucht es für den ersten Kontakt nicht.

Was Sie weglassen können

Lange Texte über Firmengeschichte und Werte liest vor dem ersten Anruf kaum jemand. Ein Satz zum Betrieb und ein Foto von Ihnen reichen.

Preise pro Quadratmeter führen eher zu Missverständnissen, weil Format, Untergrund und Ecken den Preis bestimmen. Besser ist der Satz, wann der Festpreis feststeht.

Bilder aus Herstellerkatalogen zeigen nicht Ihre Arbeit. Lieber weniger eigene Fotos als viele fremde.

Ein Beispiel

Fugenwerk, ein Fliesenleger aus Bruchsal

Die Seite zeigt drei Duschen mit dem, was dort verlegt ist, den Ablauf vom Aufmaß bis zur Abnahme und jeden Stadtteil, in den der Betrieb ohne Anfahrtskosten fährt.

Die Arbeit ansehen

Fugenwerk ist ein Prototyp aus eigener Hand, Betrieb und Inhaber sind erfunden, die Fotos stammen aus einer freien Bilddatenbank.

Fragen aus der Praxis

Ich habe kaum gute Fotos meiner Arbeiten. Lohnt sich eine Seite trotzdem?

Ja. Drei gute Fotos reichen für den Anfang. Beim nächsten fertigen Bad fotografieren Sie bei Tageslicht und ohne Werkzeug im Bild, die Seite wächst dann mit.

Reicht nicht mein Eintrag bei Google oder ein Instagram-Konto?

Beides hilft, gefunden zu werden. Vergleichen können Kunden aber erst auf einer Seite, auf der Ihre Arbeiten, Ihr Ablauf und Ihr Einsatzgebiet zusammen stehen.

Wie viel Arbeit macht mir die Seite danach?

Bei einer gemieteten Seite schicken Sie neue Fotos oder geänderte Zeiten per Nachricht, kleinere Änderungen sind im Monatsbetrag enthalten.

Sprechen wir zwanzig Minuten über Ihre Seite.

Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

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