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Startseite von NEUreut Physio: die Zeile „Bewegung ist Lebensqualität“ neben einer Behandlungsszene, darunter zwei Knöpfe für Patienten mit und ohne Rezept
Der Kopf der Startseite: eine Überschrift, zwei Wege, je nachdem, ob ein Rezept vorliegt.
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Arbeit im Detail · Physiotherapie

Wie NEUreut Physio zwei Zielgruppen auf eine Seite bringt

Fast alle Physiotherapiepraxen suchen Personal, und auf ihren Websites steht davon selten etwas. Patienten gibt es genug. Was fehlt, sind Therapeutinnen. Eine Praxis-Website nur für Patienten erledigt die Hälfte der Aufgabe.

Diese Arbeit ist der Versuch, beides auf einer Seite unterzubringen, ohne dass eines das andere stört. Sie umfasst zwölf Seiten: Start, Leistungen, Psychosomatik, Sportphysio, Training, Praxis und Team, Preise, Ratgeber, Rezept einreichen, Karriere, eine einzelne Stellenausschreibung und die Terminseite. Es ist die umfangreichste unserer sieben Arbeiten.

Branche Physiotherapie, Training und Prävention

Ort Karlsruhe-Neureut

Umfang zwölf Seiten, eigene Marke, 16 eigene Bildmotive

Besonderheit zwei Ansprachen, Stellenanzeige als eigene Seite

Die Marke kam vor der Website

Für den Entwurf gab es kein Erscheinungsbild, also entstand zuerst eines. Das Signet heißt intern „das offene N“, ausgewählt aus vier Entwürfen: ein N, dessen Diagonale eine Lücke lässt. Der Claim dazu lautet „Damit Bewegung selbstverständlich bleibt.“

Die Farbwelt ist Salbei auf Leinen, mit Messing als einzigem Akzent, und ausdrücklich kein Praxisblau. Blau ist in der Gesundheitsbranche so besetzt, dass es keine Aussage mehr trifft; es signalisiert nur noch „medizinisch“. Salbei liegt daneben, bleibt ruhig und erlaubt trotzdem einen warmen Ton, der zu einem Ort passt, an dem Menschen sich bewegen statt behandelt zu werden.

Die Überschriftenschrift hat weiche, fast handschriftliche Serifen, die den klinischen Eindruck brechen, ohne unseriös zu wirken; der Lesetext steht in einer ruhigen Groteske.

Zwei Ansprachen, ein sichtbarer Schnitt

Patienten werden gesiezt. Bewerber werden geduzt. Das ist die Entscheidung, die diese Website trägt: Eine Physiotherapeutin Mitte zwanzig, die eine Stelle sucht, liest anders als eine Patientin mit Bandscheibenvorfall.

Damit der Wechsel nicht als Fehler gelesen wird, ist er sichtbar gemacht. Der Karrierebereich läuft auf einer dunkleren Salbeifläche, die es sonst nirgends auf der Seite gibt. Am Farbwechsel merkt man den Bereichswechsel, noch vor dem ersten „du“.

Die Karriereseite selbst verspricht wenig und belegt es dafür. Ihre Überschrift lautet „Dreißig Minuten sind hier wirklich dreißig Minuten“, und darunter stehen sechs Dinge, die diese Praxis anders macht, als konkrete Zusagen statt als Werte. Bewerben kann man sich in drei Schritten und ohne Anschreiben. Das ist für Therapeutinnen, die zwischen zwei Behandlungen aufs Handy sehen, die passende Hürde.

Die technische Entscheidung

Die Stellenanzeige ist eine eigene Seite

Die einzelne Stellenausschreibung hat eine eigene Adresse, mit Titel, Ort, Umfang und Gehalt im Text. Beim echten Betrieb bekommt sie dazu eine JobPosting-Auszeichnung im Quelltext, damit Google die Stelle in den Job-Suchergebnissen anzeigt, mit Titel, Ort und Datum, statt sie nur als normale Unterseite zu behandeln.

Für eine Praxis, die Personal sucht, ist das der praktisch wertvollste Teil der ganzen Seite. Bewerber suchen bei Google. Auf Praxis-Websites landen sie erst danach. Im Prototyp ist die Auszeichnung bewusst nicht aktiv, damit Google keine erfundene Stelle listet. Beim echten Betrieb kostet sie einmalig eine halbe Stunde und arbeitet danach dauerhaft.

Stellenanzeige „Physiotherapeut:in (m/w/d)“ als eigene Seite mit Umfang, Ort und dem Knopf „Jetzt bewerben“
Die Stellenanzeige hat eine eigene Adresse.

Die Arbeit ansehen

NEUreut Physio ist ein Prototyp aus eigener Hand. Praxis, Team, Preise, Zitate und Kontaktdaten sind erfunden.

Der Weg, der am häufigsten gegangen wird

Die meisten Menschen, die eine Physiotherapie-Website öffnen, haben eine Verordnung in der Hand und wollen wissen, wie es weitergeht. Auf den meisten Praxisseiten steht die Antwort unter „Kontakt“, wenn überhaupt. Hier hat sie eine eigene Seite: „Rezept einreichen“. Man fotografiert die Verordnung, schickt sie ab, und die Praxis meldet sich mit einem Terminvorschlag.

Auf dieser Seite steht auch die Regel, die Patienten am häufigsten übersehen und die eine Praxis am meisten Arbeit kostet: Eine Verordnung muss innerhalb von 28 Tagen nach Ausstellung eingelöst werden, sonst verfällt sie. Dass die Website das sagt, bevor jemand anruft, spart auf beiden Seiten Telefonate. Und für die, die kein Rezept haben, sagt die Seite es gleich darunter: geht trotzdem, als Privatleistung oder über die offene Rückenstunde am Donnerstagabend, zu der man ohne Anmeldung kommen kann.

Seite „Rezept einreichen“ mit der Überschrift „Verordnung in der Hand? Dann sind Sie fast da.“ und der Frist von 28 Tagen
Rezept einreichen: die Frist von 28 Tagen steht dort, wo sie gebraucht wird.

Preise offen, weil die Frage sowieso kommt

Die Preisseite heißt „Was es kostet, steht hier“ und meint das wörtlich. Alle Preise für Selbstzahler, Privatpatienten und Kurse stehen ausgewiesen. Viele Praxen scheuen das, weil ein Preis im Netz vergleichbar macht. Wir haben es anders herum gerechnet: Ein Patient, der den Preis nicht findet, ruft an, und die Praxis verbringt Minuten mit einer Auskunft, die die Seite in drei Sekunden gibt. Bei einer Praxis, deren Telefon ohnehin klingelt, ist jedes eingesparte Gespräch Behandlungszeit.

Dieselbe Haltung trägt die Terminseite. Ihre Überschrift lautet „Termin meist innerhalb einer Woche“, nicht „Wir kümmern uns“. Die Zahl ist niedrig genug, um eine Entscheidung auszulösen, und konkret genug, dass die Praxis sich daran messen lassen muss.

Warum auf keinem Bild ein Gesicht zu sehen ist

Alle sechzehn Bildmotive sind eigens erzeugt. Auf keinem ist eine Person erkennbar, und das ist Absicht: Solange die Praxis nicht steht, wäre jedes Gesicht eine Behauptung über ein Team, das es so noch nicht gibt.

Deshalb zeigen die Motive Räume und enge Ausschnitte, keine Personen.

Zwölf Seiten aus einer Vorlage

Kopfzeile, Navigation, Fußbereich und die Beschreibungen für Suchmaschinen entstehen bei dieser Arbeit aus einer einzigen Vorlage. Die zwölf Seiten tragen nur ihren eigenen Rumpf. Ändert sich die Telefonnummer oder kommt eine Seite in die Navigation, wird das einmal geändert und auf alle zwölf Seiten ausgerollt.

Für die Praxis zählt daran eines: Eine Seite, deren gemeinsame Teile an einer Stelle liegen, lässt sich in Minuten pflegen. Eine Seite, bei der die Fußzeile zwölfmal existiert, bekommt nach einem Jahr zwölf leicht verschiedene Fußzeilen. Diese Pflege ist bei uns Teil des Monatsbetrags, und die Vorlage hält sie bezahlbar.

Die drei Kundenstimmen, für diesen Entwurf erfunden, sind ungleich lang: eine in zwei Sätzen, eine in fünf, eine in einem, so wie echte Rezensionen.

Was die Seite technisch macht

Der Text im Kopfbereich steht auf einer eigenen Fläche, nicht auf einem Verlauf. Ein Verlauf passt nur zu dem einen Bild, für das er gerechnet wurde; die Fläche bleibt lesbar, wenn die Praxis das Motiv tauscht.

Darunter läuft eine scrollgebundene Fahrt durch drei Räume der Praxis, über etwa dreieinhalb Bildschirmhöhen. Die Kopfleiste weicht dabei zurück, Zeilen blenden sich auf, Bilder wachsen. Mit „Bewegung reduzieren“ im System erscheint dieselbe Seite ohne jede Animation, mit allen Inhalten an ihrem Platz.

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